Kreuzberger Heimatlied

Kreuzberg, Du traulichen Dörfchen,
höchstes im bergischen Land,
höher die Herzen uns schlagen,
wird nur Dein Name genannt,
und Deiner Kinder westfälischer Treu,
preist Dich mit rheinischem Frohsinn stets neu,
Kreuzberg Dir jubeln wir zu:
Wo ist ein Dörfchen wie Du?

Freundliche Frühling Dir schenket
blühender Fruchtbäume Kranz,
Blauende Sommernacht hüllet
lieblich in Duft dich und Glanz!
Amsel und Drossel Dich singen zur Ruh
Herbst deckt mit wallendem Nebel Dich zu,
weithin im Silbergeschmeid
leuchtet Dein winterlich Kleid.

Nicht in die schützenden Täler
schmiegest Du scheu Dich hinein.
Schaust von der luftigen Höhe,
bis zu den Bergen am Rhein.
Wehn Deine Lüfte auch herb oft und rauh,
lohnt sich dafür doch die herrliche Schau,
fragt wie Dein ragender Turm
wenig nach Wetter und Sturm.

Fordert vom Landmann die Scholle
redlich Müh auch und Schweiß,
gäb doch um Schätze der Fremde
niemals die Heimat er preis.
Hast Du für viele nicht Arbeit und Brot
reißt sie vom Herzen Dir täglich die Not
führt sie zur feiernden Ruh
wieder der Abend Dir zu.

Trieb ein Geschick in die Fremde
eins Deiner Kinder hinaus
immer, im Glück wie im Leide,
sehnt sich´s nach Kreuzberg nach Haus.
Träumt von dem Kirchlein, dem Glockengesang,
träumt von den Gärten der Straße entlang.
Kreuzberg Dein Friedhof allein
soll meine Ruhestatt einst sein.