Kath. Kirche Kreuzberg

Kath. Kirche Kreuzberg

St. Johannes

Apostel und Evangelist

 

Baustil: Neugotische Hallenkirche, 3 zu 4 jochiges Langhaus mit axialem Westturm und 3-seitig geschlossenem Chor, Langhaus mit Strebepfeilern und spitzbogigen Fenstern mit Maßwerk; Westturm mit Strebepfeilern im EG, spitzbogiger Westeingang, Glockengeschoss 8-eckig mit spitzbogigen Klangfenstern, 8-seitige Haube; Architekt Vinzenz Statz, erbaut 1867 – 1869,

Kath. Kirche Kreuzberg St. Johannes Apostel und Evangelist Kirche_Dorfplatz_001

In den Jahren 1867 bis 1869 im neugotischen Stil nach Plänen des Kölner Domwerkmeisters Vinzenz Statz erbaut, wurde sie am 09.10.1869 vom Kölner Erzbischof Paulus Melchers feierlich geweiht.

Mehrere umfangreiche Reparaturen waren seitdem notwendig, um den Baukörper in seiner Substanz zu erhalten. Die letzte Großrenovierung erfolgte in den Jahren 1978-1981, wobei die Innenausmalung 1997 nochmals erneuert wurde.

 

Linkes Seitenschiff

Kreuzwegbilder

Die vierzehn Stationen des Leidensweges Jesu stammen aus dem Jahre 1907. Die Bilder wurden auf Metallplatten aufgemalt. Die Holzrahmen in Eiche wurden 1985 erneuert.

Immerwährenden-Hilfe-Altar, um 1790, mit dem Gnadenbild Maria mit Kind. Erwähnenswert ist die altdeutsche Schreibweise „Hülfe“ für Hilfe.

Beichtstuhl, um 1876, holzgeschnitzt

Hl. Dominikus (Holzfigur) ist Gründer des Dominikanerordens, Patron der Kleidermacher und Helfer bei Fiebererkrankungen. Dem Heiligen schreibt man die Einführung des Rosenkranz­gebetes zu. Deshalb wird er mit dem Rosenkranz dargestellt.

Schwarze Muttergottes

Die ca. 70 cm hohe Eichenholzstatue ist vermut­lich eine Nachbildung des Gnadenbildes aus der Kapelle in der Schnurgasse in Köln, nur die Gesichter von Mutter und Kind sind im Stil des 18. Jahrhunderts ausgelegt.

 

Altarraum

Der Hochaltar, um 1870 im gotischen Stil errichtet, zeigt im oberen Teil ein vielfältiges Maßwerk und einen Figurenschmuck, wie in der Gotik üblich. In der Mitte des Altartisches ist ein Relief, welches Jesus am Ölberg darstellt, als er vom Beten zurückkommt und Petrus schlafend vorfindet. Links vom Altaraufbau ist die Dornenkrönung zu sehen und wie Jesus das Kreuz trägt. Rechts vom Altaraufbau sieht man die Grablegung und die Auferstehung Jesu. Altar_Kirche_003

 

Das Tabernakel zeigt Jesu als Opferlamm, darüber steht die Kreuzigungsgruppe.

 

Das linke Chorfenster stellt oben den Hl. Wilhelm dar, darunter die Hl. Familie und endet mit der berühmten Ordensregel der Benediktiner: „Bete und arbeite“ (Hl. Benedikt von Nursia).

Das mittlere Chorfenster zeigt oben den auferstandenen Christus mit dem Kreuz (Christus Vincit). Unten sehen Sie links den Hl. Johannes, Ap. und Ev., den Patron unserer Pfarrkirche und rechts den Hl. Heinrich (2. Pfarrpatron), ein Gedenken an den Kreuzberger Missionsstifter Heinrich von Mering.

Im rechten Chorfenster ist oben der Hl. Karl Borromäus zu sehen, darunter die Darstellung Jesu: „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ (Lk 18,16)

Alle 3 Chorfenster wurden im Jahre 2007 umfangreich restauriert.

 

Der Eckstein (Mk 12,10) in der Mitte des Chor­gewölbes stellt das Haupt Christi dar.

 

Der im Vordergrund stehende Altartisch mit einer Reliquie der heiligen Ursula und der Ambo, beide aus Muschelkalkgefertigt, stammen aus dem Jahre 1981.

 

Rechtes Seitenschiff

Eichenholz-Figuren (1876) an der Wand hinter dem Taufbecken: Jesus als guter Hirt steht in der Mitte, um ihn herum die vier Evangelisten: Hl. Matthäus, Hl. Markus, Hl. Lukas, Hl. Johannes. Diese Figuren befanden sich früher an der heute nicht mehr vorhandenen Kanzel.

Der Taufstein (1854) im Vordergrund ist aus Sandstein gefertigt.

Hl. Aloisius (Holzfigur) ist vor allem Patron der studierenden Jugend. Er wird angerufen gegen Augenleiden und um eine gute Berufswahl.

Im Kreuzweg integriert finden Sie die Kreuzigungsgruppe (1730), vermutlich vom holländischen Bildhauer Johann Franz von Helmont, stammt aus der Kreuzberger Missions­kirche. Der Korpus (115 cm) ist aus Lindenholz gefertigt, die Figuren Maria und Johannes Ap. u. Ev. bestehen aus Eichenholz (Höhe je 140 cm).

Hl. Josef, eine besonders schön geschnitzte Statue des Patrons der Arbeiter, gestiftet im Jahre 1982 vom Liebfrauenkloster Kreuzberg.

Hl. Barbara (Holzfigur) ist eine der „vierzehn Nothelfer“, Patronin der Bergleute und der Sterbenden.

Hl. Antonius (Gipsfigur) ist der Schutzheilige der Reisenden und der Liebenden sowie der Helfer beim Wiederfinden verlorener Gegenstände.

 

Kirchenfenster

Zum Abschluss der Großrenovierung (1978-81) wurde die Bleiverglasung der Fenster in den Seitenschiffen und im Emporenbereich komplett erneuert.

 

Apostel-Leuchter

Erneuerung der 12 Leuchter an den Säulen und im Chorraum im Jahre 1981.

 

Kirchenbänke

Die Kirchenbänke wurden 1968 neu angeschafft. Anfangs ohne Mittelgang, wurde dieser im Jahre 1993 in der heutigen Form eingerichtet.

 

Kirchenboden

Der Boden, bestehend aus Kalkstein- und Basaltplatten, wurde im Jahre 1981 erneuert.