Der Kreuzberger Friedhof

Kreuzberg wurde mit Wirkung vom 1.6.1853 zur selbstständigen Pfarre erhoben. Letzter Missionar und erster Pfarrer auf Kreuzberg war Heinrich Joseph Hubert Cüppers. Er bemühte sich sehr darum, dass Kreuzberg einen eigenen Friedhof bekam. Bis zur Pfarrerhebung wurden die Verstorbenen aus Kreuzberg und seiner Umgebung über Jahrhunderte auf dem Kirchhof rund um die Pfarrkirche St. Nikolaus in Wipperfürth beigesetzt. Ab 1823 fanden die Bestattungen auf dem neuen Friedhof in Wipperfürth am sogenannten Faulen Graben (Lüdenscheider Str.) statt. Auf Kreuzberg durfte bis zur Pfarrerhebung nicht beigesetzt werden. Drei Kreuzberger Missionare wurden in der 1723 erbauten Missionskirche auf Kreuzberg bestattet. Die katholischen Verstorbenen aus Halver und Umgebung durften mit der Errichtung der Mission auf Kreuzberg beigesetzt werden, da sie nicht zur Pfarre Wipperfürth gehörten. Mindestens eine solche Beisetzung in der Missionskirche ist bekannt.

Das Grundstück für den ersten Teil des heutigen Kreuzberger Friedhofs wurde 1852 von Matthias Dahl vom Hackenberg gekauft. Pastor Cüppers weihte den Friedhof am 24.7.1853 ein. Aber schon in den Monaten vorher wurde hier bestattet. Am 11.1.1853 starb Joh. Peter Koppelberg von Gardeweg „und war der erste, der auf diesem Gottesacker begraben wurde“. Sein Grab ist noch heute erhalten. Erhalten ist ebenfalls das Grab von Pastor Cüppers, der am 23.1.1878 auf Kreuzberg verstorben ist.

1853 wurde das hohe Friedhofskreuz errichtet. Es war ein Geschenk der Preußischen Königin und Ehefrau von König Friedrich Wilhelm IV, Elisabeth von Bayern. Entworfen wurde es durch Dombaumeister Zwirner und ausgeführt von Domwerkmeister Vincenz Statz. Auch der Corpus wurde durch Vincenz Statz geschaffen.

Eine erste Erweiterung des Friedhofs fand 1884 statt. Weitere Vergrößerungen folgten in späteren Jahren. Besonders zu erwähnen ist das mit einer Hecke abgegrenzte Grabfeld russischer und polnischer Zwangsarbeiter, die hier in der Zeit des Dritten Reichs verstorben sind, sowie das Grab der Schwestern aus dem ehemaligen Liebfrauenkloster Kreuzberg.

Der Friedhof ist seit Jahrzehnten in Trägerschaft der Stadt Wipperfürth.